Bullet Journal

Wie ‘Die Bullet Journal Methode’ mein BuJo Leben verändert hat

Ich liebe es, mir Notizen zu machen… schon immer 🙂 Ich liebe es auf Papier zu schreiben und mich kreativ aus zu toben. Ende 2017 hörte ich zum ersten Mal den Namen Bullet Journal. Von da an änderte sich meine normale Notizbuch-Strategie in das Bullet Journaling (lese hier wie ich zum Bullet Journal gefunden habe).

Ich habe mit dem Bullet Journaling begonnen, bevor ich das Buch “Die Bullet Journal Methode” gelesen habe. Ich habe damals ein Bild eines kreativen Notizbuches auf Pinterest gesehen. Dort war von einem Bullet Journal die Sprache. Ich hatte keine Ahnung was das war und fragte kurzerhand Mr. Google danach. Es tauchten eine Unmengen an aufwendig gestalteten, super kreativen und perfekten Notizbüchern auf und ich dachte “Das muss ich haben”. Also übernahm ich das System Bullet Journal, ohne genau zu wissen, was die Absicht dahinter ist. Vno Zeit zu Zeit verstand ich, was der Gedanke dabei war: sich selbst organisieren, den Tag besser planen und sich auf das wesentliche konzentrieren.

Ich bin eine organisierte Person – und ein Perfektionist. Mein Bullet Journal muss perfekt und ordentlich aussehen, wie all die Journals die da draußen auf Instagram und Pinterest zu sehen sind.

Aber dann, vor ein paar Wochen, habe ich angefangen das Buch von Ryder Carroll, “Die Bullet Journal Methode” zu lesen – und seit dem hat sich alles geändert…

Einfach mal machen…

Ich hatte immer meine Probleme damit, wo ich meine Notizen in meinem Journal hinschreibe. Ich habe mir viel zu viele Gedanken darüber gemacht, wo die Notizen hinkommen und wie sie aussehen sollen, statt sie einfach festzuhalten. Seitdem ich das Buch gelesen habe, denke ich nicht mehr darüber nach, wohin und wie schön die Notizen und To-Dos aussehen sollen – egal! Ich schreibe alles einfach in mein Daily Log oder in eine eigene Collection. Das Prinzip lautet: Halte alle deine Gedanken in deinem Bullet Journal fest, damit der Kopf frei ist und man sich mit den Dingen beschäftigen kann, die wirklich wichtig sind und dringend erledigt werden müssen.

Ich kaufte auch eine Unmengen an neuen Stiften und Markern (ok, ich liebe auch wirklich alle Art von Schreibwarenartikel). Tatsache ist: Ich benutze im Normalfall nur ein Stift für meine tägliche Notizen. Ab und zu benutze ich meine Tombow Dual Brush Pens für Farb-Highlights und Deko. Man braucht keine tollen Stifte, ein makellos aufgesetztes Weekly-Log.

Das System verstehen

Ich nutze das Bullet Journal System jetzt für fast 2 Jahre und ich habe es genutzt, ohne die wirkliche Absicht dahinter zu verstehen. Jetzt, da ich das Buch gelesen habe, verstehe ich die Motivation dahinter. Ich konzentriere mich mehr auf die Hauptmerkmale des Bullet Journaling: Rapid Logging, Indexing, Threading und Reflektion.

Ich mache mir weniger Gedanken darum, dass ich meine Notizen nicht mehr finde, weil ich die Threading Methode nutze. Threading erlaubt es, Notizen zu einem Thema auf unterschiedlichen Seiten des Journales festzuhalten, indem man die Seitenzahl der Seiten nebeneinander schreibt und somit alles zusammen auf einem Blick hat ohne lang im Inhaltsverzeichnis rum zu suchen (mehr zu Threading hier).

Die andere Sache ist der ganze Migrations-Prozess der Aufgaben. Ich habe immer einfach nur die Aufgaben von einem Tag auf den anderen übertragen ohne darüber nachzudenken.

Dabei ist es so wichtig, die Arbeit die man sich macht zu reflektieren. Es ist wichtig zu sehen, was man an dem Tag, in der Woche oder des Monats erreicht hat und sich selbst dafür ein bisschen zu loben. Auf diese Weise bleibt man motiviert für alle weiteren Aufgaben, die man vielleicht nicht geschafft hat.

Durch das Buch habe ich angefangen mein Bullet Journal zu reflektieren: Funktioniert das System noch? Brauche ich den Tracker für die TV-Sendungen die ich schaue wirklich? Habe ich einen Vorteil davon, wenn ich mir das aufschreibe? Ich habe angefangen meine Notizbuch-Struktur zu überdenken. Ich reflektiere meine Art Notizen aufzuschreiben, mache mir Gedanken, ob ich diese Aufgabe wirklich brauche, um mein höheres Ziel oder meinen Plan zu erreichen. Ich prüfe nun meine Daily- und Monthly-Logs und streiche nicht mehr benötigte Aufgaben, wenn sie denn überflüssig sind.

Mach es zu deinem Bullet Journal

In meinem Bullet Journal von 2018 (sieh dir mein Flip Through Video an) habe ich einen Habit Tracker angelegt, weil ich diesen in den ganzen anderen BuJos sah. Also dachte ich, ich bräuchte sowas auch… Ich habe ihn für 3-4 Tage genutzt, danach vergaß ich ihn auszufüllen. Offensichtlich brauchte ich ihn doch nicht, also flog der Tracker wieder raus – kein Tracker mehr in meinem 2019 Bullet Journal.

Ich habe mich manchmal zu sehr daran orientiert, was andere vielleicht gerne von meinem Bullet Journal sehen wollen. Dabei ist es mein Journal, ich entscheide wie es aussieht! Wenn ich nicht in Stimmung für Doodles bin, dann lasse ich sie weg und schreibe einfach nur meine To-Dos auf.

Hier also mein Rat: Mach das, auf was du Lust hast und was dir gefällt, sonst wirst du nicht lange Freude an dem Bullet Journal haben.

Und das Ende vom Lied…

Seitdem ich “Die Bullet Journal Methode” gelesen habe, bin ich noch mehr inspiriert mein Journal zu nutzen und einfach zu halten. Ich schreibe einfach meine Gedanken, To-Dos und Ideen in mein Bullet Journal, ohne unbedingt darauf zu achten, dass es schön aussieht.


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